Die Rückkehr der Engel von Marah Woolf

Hintergrundinfos:

Titel: Angelussaga

Untertitel: Rückkehr der Engel

Autorin: Marah Woolf

Verlag: BoD

Seiten: 384 Seiten

Erscheinungstermin: 24.09.2018

Klappentext:

Eine Welt, in der nichts mehr ist wie es einmal war. Eine Zeit, in der Legenden Wirklichkeit sind. Ein Geheimnis, das nie offenbart werden darf.

Im Venedig der Zukunft, besetzt von den Erzengeln und deren himmlischen Heerscharen, führt Moon einen schier aussichtslosen Kampf, um ihre Geschwister zu beschützen. Ganz auf sich allein gestellt, darf sie niemandem vertrauen, schon gar keinem Engel.

Meine Meinung:

Dieses Buch von Marah Woolf ist irgendwie total an mir vorbeigerauscht. Ich habe irgendwie so gar nicht mitbekommen, dass es erscheinen sollte und war dann sehr überrascht, als ich es auf einigen Blogseiten anderer Buchblogger entdeckte.

Kaum, dass das Buch dann bei mir auf meinem SuB landete und ich es zur Hand nahm, bemerkte ich auch, warum es mir womöglich nicht aufgefallen war: Das Buch wurde über BoD veröffentlicht und nicht über einen Verlag. Mit „Rückkehr der Engel“ hat Marah Woolf den Weg als Selfpublisherin gewählt.

Warum genau sie das gemacht hat, weiß ich nicht. Aber wenn ich sie auf der Buchmesse antreffe, dann frage ich vielleicht mal nach :).

Nun aber zu dem Buch:

Die Stimmung, die einen die ersten Seiten vermitteln ist glasklar: Es ist eine harte Welt, in der das Überleben tagtäglich an oberster Stelle steht. Die Welt ist grausam und jeder muss schauen, dass er über die Runden kommt. Technologien und Dinge wie Strom sind aus der Welt verschwunden. Der Grund dafür: Die Rückkehr der Engel auf die Erde.

Moon deAngelis weiß nur zu gut, dass die Engel nicht jene Wesen sind, die sich die Menschen immer vorgestellt haben: Sie sind nicht zarte Wesen mit blonden Locken, die verträumt in Wolken sitzend auf Harfen herumklimpern.

Die Rückkehr der Engel hat Venedig – der Ort, an dem die Geschichte spielt – von der Außenwelt nahezu abgeschnitten. Die Engel sehen die Menschen als niedere Wesen an. Sie verurteilen die Menschen, allein, weil sie existieren. Die Engel haben sich zu den Herrschern über den Menschen aufgeschwungen und kontrollieren das Leben der Venezianer.

Moon nimmt an den täglichen Arenakämpfen teil. Das ist für sie die einzige Möglichkeit, um Geld zu verdienen, damit sie ihre Geschwister versorgen kann. Sie setzt bei jedem Gang in die Arena ihr Spiel aufs Leben – denn sie muss dort gegen einen Engel kämpfen. Noch nie hat jemand es so lange in der Arena ausgehalten, wie Moon.

Doch natürlich gibt es für die Engel einen guten Grund, warum sie die Menschen unterjochen: Sie suchen 19 Schlüsselträgerinnen, um so die Pforten des Paradises zu öffnen. Diese Schlüsselträgerinnen sind Menschenmädchen und wissen selbst nichts von ihrem Schicksal. Jedes Jahr suchen die Engel nach geeigneten jungen Frauen, um sie bestimmten Prüfungen zu unterziehen und so herauszufinden, ob die Mädchen Schlüsselträgerinnen sind.

Moon und ihre Zwillingsschwester Star leben mit ihrem Bruder Tizian und Moons bestem Freund Alessio in der Bibliothek. Sie gehörte früher Moons Eltern. Nach dem Tod ihres Vaters und dem Verschwinden ihrer Mutter liegt es nun bei Moon, sich um ihre stumme und eigensinnige Schwester und um ihren kleinen, rebellischen Bruder zu kümmern.

Doch Moons Kämpfe in der Arena bleiben von den Engeln nicht länger unbemerkt. Schnell lernt sie nicht nur Semjasa und Cassiel, sondern auch Lucifer höchstpersönlich kennen. Öfter, als ihr lieb ist, trifft sie von nun an auf die Engel.

Moon wird einem als starke Kämpferin vorgestellt. Sie folgt den Anweisungen ihrer Mutter und gibt alles, um ihre Geschwister zu versorgen. Mehr als einmal beweist sie zudem, dass sie ihr Herz auf der Zunge trägt und nicht mit ihrer Meinung hinter dem Berg hält – was sie oft in schwierige Situationen bringt. Doch nichtsdestotrotz merkt man Moon an, dass sie das Herz am rechten Fleck hat.

Spannend waren für mich auch die wirren Träume, die Moon ab und an hat. Noch weiß ich sie nicht so recht zu deuten, hoffe aber, im nächsten Band mehr darüber zu erfahren.

Das Ende des Buches war nicht vollends unerwartet, wurde jedoch – meiner Meinung nach – gut umgesetzt. Es macht auf jeden Fall neugierig auf den nächsten Band.

Die Idee, die hinter „Die Rückkehr der Engel“ steckt, finde ich persönlich sehr interessant. Ich habe – wie ihr vielleicht wisst – auch schon über Engel geschrieben.

Bei Marah Woolf finden sich viele Bezüge zu Religionen und diese dystopische Welt wirkt detailgenau und sinnvoll erschaffen.

Lesen, wenn: Ihr euch für eine Vision der Zukunft interessiert, bei der die Menschen mit der Wirklichkeit ihrer Glaubenssätze konfrontiert werden.

Nicht lesen, wenn: Ihr findet, dass Geschichten von Engel nicht mehr zeitgemäß sind oder ihr Lucifer und Co. lieber nur bei Supernatural sehen möchtet.

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