Eis wie Feuer von Sara Raasch

Hintergrundinfos:

Titel: Eis wie Feuer

Untertitel: Ice like Fire – Reihe

Autorin: Sara Raasch

Verlag: cbt

Seiten: 544 Seiten

Erscheinungstermin: 09.01.2017

Klappentext:

Sie ist pure Magie …

Drei Monate sind seit der großen Schlacht zwischen dem Königreich Winter und Frühling vergangen, bei der König Angra in die Flucht geschlagen wurde. Thronerbin von Winter, Meira, will vor allem eines: Frieden und Sicherheit für ihr Volk.

Doch als die verloren geglaubte Quelle der Magie in den Minen der Winterianer gefunden wird, stellt dies das gesamte Machtgefüge in Frage. Prinz Theron brennt darauf, die Magie als Waffe gegen die Feinde von Winter einzusetzen. Meira jedoch fürchtet die Kräfte, die sie damit entfesseln könnte …

Meine Meinung:

Das großartige an Büchern, die schon vor einiger Zeit erschienen sind, ist, dass die Fortsetzungen oftmals ebenfalls schon veröffentlich wurden. Das heißt für mich, dass ich nicht ewig lang auf den nächsten Band warten muss. Und das hat den wunderbaren Nebeneffekt, dass ich mitten in der Geschichte stecke und ohne Probleme einen weiteren Teil der Serie lesen kann.

Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler zum ersten Band!

Mit Beginn des zweiten Bandes dieser Serie lernt man endlich Jannuari, die Hauptstadt von Winter, kennen. Angra ist vernichtet und die ganze Welt atmet auf. Für Meira und die Winterianer beginnt eine Zeit des Aufbaus und des Nachhausekommens.

Doch mit dem vermeintlichen Ende dieses Krieges muss Meira sich mehr denn je ihrer eigentlichen Rolle stellen: Sie ist die Königin von Winter und trägt die Magie ihrer Magsignie in sich. All das erfuhr sie von ihrer toten Mutter, der früheren Königin Hannah. Hannah befragte damals ihre Magsignie, wie sie Winter retten könne. Die Magsignie offenbarte ihr, dass die Magsignie zerstört und die Königin getötet werden muss. Nur, dass Hannah zu dem Zeitpunkt bereits mit Meira schwanger war und dadurch ihre Tochter mit der Magie der Magsignie ausgestattet wurde.

Dieses Geheimnis trägt Meira größtenteils mit sich herum. Es fällt ihr schwer, nach diesem Krieg nicht mehr nur eine Kämpferin, sondern eine Königin zu sein. Sie muss mit den anderen Reichen verhandeln, damit diese Winter unterstützen und es mit ihr aufbauen.

Cordell spielt dabei eine besondere Rolle. Prinz Theron weilt in Jannuari und vertritt dort Cordells Interessen, dir vor allem in einer Sache bestehen: Die Minen von Winter wieder zu öffnen, um so den Magieschlund zu finden.

Meira ist nicht besonders angetan von dieser Idee – sie hat erlebt, zu welch schrecklichen Dingen die Magie fähig ist und glaubt nach wie vor, dass Angra am Leben ist. Doch niemand schenkt ihr so wirklich Gehör.

In diesem Buch bekommt man auch Einblicke in die Gefühlswelt von Mather. Er scheint mit der Rückkehr nach Jannuari genauso viele Probleme zu haben wie Meira. Er fühlt sich nicht Zuhause, muss mit der Erkenntnis leben, dass Sir und Alysson seine Eltern sind und zudem dass Meira, die er liebt, mit Theron umherläuft. Die Ohnmacht, die ihn ergreift, ist fast mit Händen zu greifen.

Die Dinge entwickeln sich so, dass Meira gemeinsam mit Theron zu einer Reise nach Sommer, Yakim und Ventralli aufbricht. Das fand ich sehr gut, denn so bekam man einen Einblick in das Leben der anderen Völker.

Während Meira auf dieser Reise neue Verbündete findet, muss sie sich auch immer mehr fragen, ob Prinz Theron noch immer in ihrem Interesse handelt.

Wie schon angedeutet lernt man in diesem Buch eine ganze Handvoll neuer Protagonisten kennen. Besonders Ceridwen hat es mir angetan – die starköpfige Sommer-Prinzessin. Ich hoffe, im nächsten Band etwas mehr von ihr zu sehen!

Ich kann gar nicht so viel zu dem Lauf der Geschichte erzählen, ohne zu spoilern. Doch auch wie beim ersten Band brauchte es wieder etwas Zeit, bis die Geschichte mich so richtig fesseln konnte. Es war natürlich spannend zu sehen, wie Meira und Mather mit den Anforderungen kämpfen, die nun an sie gestellt werden. Aber erst mit der Reise stieg die Spannung. Vor allen Dingen die letzten Kapitel haben es action-mäßig total in sich und ich bin jetzt schon sehr froh, dass Band drei bereits neben mir liegt und darauf wartet, gelesen zu werden.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass Band zwei auf jeden Fall mit dem ersten mithalten kann. Das ist nicht besonders oft der Fall und deswegen hat es mir so gut gefallen. Die Einblicke in die verschiedenen Königreiche haben mir geholfen, ein noch besseres Verständnis für diese Welt zu bekommen. Meira und schlussendlich auch Mather konnten mich wieder von sich überzeugen und zeigten starke Entwicklungen.

Lesen, wenn: Euch der Cliffhanger beim ersten Buch genauso neugierig auf den zweiten Band gemacht hat wie mich. Und wenn ihr gerne mehr über diese Welt lernen wollt, die die Autorin erschaffen hat.

Nicht lesen, wenn: Ihr den ersten Band noch nicht gelesen habt oder ihr darauf vertraut, dass Angra wirklich das Zeitliche gesegnet hat und denkt, dass nun alles Friede-Freude-Eierkuchen ist.

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