Frost wie Schatten von Sara Raasch

Hintergrundinfos:

Titel: Frost wie Schatten

Untertitel: Ice like Fire – Reihe

Autorin: Sara Raasch

Verlag: cbt

Seiten: 544 Seiten

Erscheinungstermin: 09.10.2017

Klappentext:

Dunkles Unheil. Gefährliche Magie. Ein verzweifelter Plan.

König Angra hat überlebt, seine böse Macht verbreitet sich unaufhaltsam und niemand ist vor ihm sicher. Meira, die junge Königin von Winter, würde alles tun, um ihre Welt zu retten, doch um Angra endgültig zu besiegen, muss sie in ein gefährliches Labyrinth hinabsteigen. Dort wartet der Schlüssel zum, Sieg auf sie – wenn sie bereit ist, ein großes Opfer zu bringen.

Unterdessen tut Winterianer Mather alles, um seine Königin zu retten, indem er Verbündete um sich sammelt. Zugleich weiß er, dass er Meira endlich seine Gefühle gestehen muss. Beide stehen an einem Scheideweg in einem letzten Kampf, bei dem sie alles gewinnen oder verlieren könnten …

Meine Meinung:

Mit „Frost wie Schatten“ lag nun der letzte Band der „Ice like Fire“-Reihe vor mir. Erneut bin ich sehr froh, dass die Bücher schon vor einiger Zeit erschienen sind – der Cliffhanger im zweiten Band hatte es gut in sich. Ich konnte nun aber zum Glück einfach den dritten Band zur Hand nehmen und so erfahren, wie es um die Protagonisten steht.

Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler zu den ersten beiden Büchern!

Vor allen Dingen die letzten Kapitel des zweiten Bandes hatten es verdammt in sich: Meira, die zwei der drei Schlüssel gefunden hatte, hatte auf einmal viel größere Probleme, als herauszufinden, wo sich der letzte verbirgt. Denn Simon, der König von Sommer, wurde von der Königin von Ventralli umgebracht. Und das direkt vor den Augen von seiner Schwester Ceridwen und Meira. Dass das Verderben die Königin voll im Griff hat, war praktisch kaum zu übersehen.

Doch damit nicht genug: Die Magsignie von König Jesse zerbrach, Prinz Theron offenbarte, dass er ebenfalls unter Angras Einfluss stand und dann tauchte der ehemalige König des Frühlings auch noch höchstpersönlich auf. Mitten drin natürlich Meira und Mather.

Meira beschließt, ihre Freunde zu verlassen und dem mysteriösen Rares zu folgen. Er bringt sie aus dem Palast und offenbart, dass er aus Paisly stammt, dem Königreich, über das man noch nicht besonders viel gehört hatte. Während Meira lernt, mit ihrer Magie umzugehen,

spitzen sich die Zustände in der restlichen Welt immer weiter zu.

Angra gelingt es, einen Großteil der Königreiche unter seine Einflussnahem zu stellen. Für ihn ist nur noch eins wichtig: Meira zu finden und zu töten. Denn sie ist die einzige, die seiner kompletten Herrschaft noch entgegensteht.

Meira bleibt nicht viel Zeit in Paisly, bevor sie sich wieder zu ihren Freunden aufmacht. Sie spürt, dass der Krieg ihnen im Nacken sitzt und ist sich mehr als bewusst, was von ihr verlangt wird, um Angra aufzuhalten.

Schön war, dass man in diesem Buch auch aus der Sicht von Mather und Ceridwen Kapitel bekam. Die Geschichte bestand aus so mehreren einzelnen Strängen und dadurch lernte man nicht nur die Protagonisten noch einmal näher kennen, sondern bekam auch ein Gesamtbild über die Situation.

Mather hat mir wieder gut gefallen. Nachdem er im zweiten Band mitunter ein ziemliches Tief hatte, war ihm nun mehr denn je bewusst, was er bereit ist zu opfern, und wen er liebt. Er ist wieder der starke Anführer, den man im ersten Teil kennenlernte. Doch durch die Zeiten, in dem es ihm nicht gut ging, hat er mehr Charakter bekommen, was ihm sehr gut zu Gesicht steht.

Ceridwen bekommt die Ausmaße dieses Krieges sehr zu spüren. König Jesse, in den sie eigentlich verliebt ist, scheint sich immer in ihrer Nähe aufzuhalten. Ceridwen, die mutige Kämpferin, muss sich entscheiden, ob sie bereit ist, ihr Herz für ihn zu öffnen.

Meira hat von allen wirklich die größte Entwicklung durchgemacht. Wenn ich an das ungestüme Mädchen aus dem ersten Band zurückdenke, dann sehe ich deutlich, wie sehr sie der Krieg und auch die Magie geformt hat. Am Anfang war sie egoistisch, wirkte kindlich und bettelte geradezu um Lob und Anerkennung. Die junge Frau, die sich nun auf den Weg machte, um Angra zu bezwingen, war stark, entschlossen und wusste genau um die Trauer, das Leid und das Opfer was auf ihre Taten folgen würde.

Während der ganzen Geschichte bekam man ein gutes Bild von den einzelnen Königreichen. Doch gerade im letzten Band erlebt man, wie sich die verschiedenen Könige und Königinnen in einer Kriegssituation verhalten. Es war toll zu sehen, wie unterschiedlich und doch gleich die acht Völker sind.

Der finale Kampf hatte es wirklich in sich. Ich fand es großartig, dass er sich über mehrere Kapitel hinwegzog. Ich habe bei einigen anderen Rezensionen angemerkt, dass ich es nicht gut finde, wenn der finale Kampf innerhalb einer oder zwei Seiten abgehandelt ist. Sara Raasch hat Ausdauer und auch Finesse bewiesen, sodass ich am Ende mit einem zufriedenen Gefühl herausging.

Für mich sind nach diesem Ende allerdings noch einige Fragen offen geblieben. Es sind eher so Kleinigkeiten, die mich einfach interessieren würden – aber ich vermute nicht, dass ich irgendwann die Antworten dazu erfahre.

Mit dem Abschluss der „Ice like Fire“-Reihe beendet Sara Raasch eine tolle, aufregende und gut strukturierte magische Reise. Ich bin sehr froh, dass ich durch die „undead vs alive“-challenge dazu kam, diese Bücher zu lesen!

Lesen, wenn: Ihr Meiras Entwicklung ebenso erstaunt verfolgt habt wie ich und nun das Ende dieser Reihe erleben wollt.

Nicht lesen, wenn: Der einzige Grund wäre, wenn ihr noch nie etwas von dieser Reihe gehört habt.

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