Funkeln der Ewigkeit (Götterleuchten Band 4) von Jennifer L. Armentrout

Hintergrundinfos:

Titel: Götterleuchten

Untertitel: Funkeln der Ewigkeit

Autorin: Jennifer L. Armentrout

Verlag: HarperCollins

Seiten: 416 Seiten

Erscheinungstermin: 05.11.2018

Klappentext:

Die Prophezeiung wird sich erfüllen …

„Das Kind der Sonne und der neue Gott werden ein neues Zeitalter hervorbringen, und die großen Schöpfer werden einer nach dem anderen fallen.“

Josie folgt ihrer Bestimmung: die Titanen in ihre Grabkammern zu verbannen. Gestärkt durch die Liebe zu Seth, der zum Gott des Lebens und des Todes aufgestiegen ist, bereitet sich Josie auf die epische Schlacht vor. Doch neben den Titanen lauert eine weitere tödliche Bedrohung auf Josie und ihre Mitstreiter. Denn nur wenn das größte aller Opfer erbracht wird, können sie den Krieg gewinnen und das Schicksal der Welt entscheiden …

Meine Meinung:

Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler zu den ersten drei Büchern!

Nun endlich lag das Buch vor mir: Der vierte und somit letzte Band der „Götterleuchten“-Serie. Ich war total erstaunt, dass ich das Buch schon vor dem eigentlichen Erscheinungsdatum in der Buchhandlung gefunden hatte. Und um den letzten Band gebührend zu feiern, habe ich die ersten drei noch einmal gelesen und war somit wieder total darüber im Bilde, was Josie und Seth schon miteinander erlebt haben.

Achtung! Die folgenden Absätze enthalten massive Spoiler zu dem Inhalt des letzten Bandes! (Wer die ersten drei gelesen hat, braucht keine Rezension von mir, um zu entscheiden, ob sich der letzte Band lohnt.)

Die Welt von Josie und Seth hat sich über die Bücher immer mehr entwickelt. Neben Protagonisten und Orten, die immer wieder vorkommen, gab es aber auch genug neue Orte und neue Charaktere zu entdecken.

Dass die Geschichte sich nun letztendlich darum drehen würde, gegen die Titanen anzutreten, war von Anfang an klar. Doch neben dieser stets anwesenden Tatsache, kamen neue Aspekte hinzu: Josies Schwangerschaft, ihr Glück, endlich wieder mit Seth vereint zu sein. Seth, der in seiner neuen Rolle als Gott hineinwachsen muss. Kämpfe am Covenant, die Suche nach einem letzten Halbgott.

Die Geschichte ist wie auch die ersten drei Bücher unglaublich rasant. Es gibt viele heiße Szenen zwischen Seth und Josie, es liegt so viel Liebe in diesem Buch, dass ich nicht anders konnte, als mitzulachen, zu weinen und vor lauter Wärme einfach mal nur dazusitzen um das Gelesene zu verarbeiten.

Ich muss nicht mehr erwähnen, wie toll Seth ist. Er ist attraktiv, schlagfertig und ein wahrer Gott. Doch zu all diesen Dingen kommt noch der Beschützerinstinkt, seine absolute Liebe zu Josie und ihrem ungeborenen Kind hinzu. Er unterstützt sie wo er nur kann, macht sich unendliche Vorwürfe, wenn er sie alleine lassen muss und würde den Olymp stürzen, nur, um sie zu retten. Die Liebe, die er für diese beiden Wesen empfindet, strahlt Seht mit jedem gedachten Wort aus.

Josie, die anfangs – total verständlich – etwas überfordert mit dem Wissen um ihre Schwangerschaft und ihrer Rolle beim Krieg gegen die Titanen war, lernt, sich etwas zurückzunehmen. Sie achtet reflexartig darauf, ihr Kind zu schützen, doch das heißt nicht, dass sie sich zurückhält. Wie auch in den ersten drei Büchern muss sie Verluste hinnehmen, sie muss kämpfen und beweisen, wer sie wirklich ist.

Und Josie ist stark geworden. In den Olymp laufen, um den Göttern eine Predigt zu halten, damit sie die Kräfte der anderen Halbgötter freisetzen? Das macht sie mit links. Sich mit den elf mächtigsten Olympiern anzulegen, nur, um sich Gehör zu schaffen: Etwas alltägliches.

Sie ist mit der Zeit erwachsener, reifer und selbstbewusster geworden. Sie kann die Freundschaft zu Alex endlich vertiefen, so wie auch Seth zu Aiden (mehr oder weniger zumindest).

Die Geschichte ist wahrlich berauschend, der Stil klar und flüssig und ich habe jede Seite genossen.

Und doch komme ich nicht umhin, etwas Kritik anzubringen:

Ich hatte des Gefühl, dass die Geschichte an einigen Stellen zu kurz kommt. Zum Beispiel: Der Kampf gegen die Titanen. Das wurde auf… fünf Seiten oder so abgehandelt. Ich weiß, dass Seth zuvor ein unglaubliches Opfer gebracht hat, aber ich hatte doch etwas mehr Action, mehr von allem erwartet. Josie hat all die Zeit darauf hingearbeitet und war nun letztendlich nur Zuschauerin. Das, was als Thema immer im Hintergrund schwelte, war so schnell abgehandelt.

Oder die Rückkehr von Erin. Auf einmal war die Furie wieder da.

Was mir zudem aufgefallen ist: Im dritten Band wird erklärt, dass nur Wesen, die absolut sind, Seth töten können. Da wird noch von dreien gesprochen: Cronus, Zeus und Hera. Dass Hera Seth mit einem göttlichen Donnerkeil niederstrecken könnte, wird im letzten Band allerdings vollkommen außer Acht gelassen.

Oder Calebs Auftauchen im dritten Band: Er entfernt Josie die Armreifen und soll sie eigentlich Seht umlegen. Caleb weigert sich und Seth schickt ihn mit einem göttlichen Donnerkeil zurück. Ob Hades sich sowieso dachte, dass das mit den Armreifen nicht klappte oder ob er erzürnt war – darüber erfährt man leider nichts weiter.

Das Ende der Kämpfe am Covenant wird mit gefühlt einem Satz abgehandelt. Da hätte ich mir auch noch mehr gewünscht.

Genauso zu Erik, Cora und Gable! Drei Halbgötter, einer davon der Sohn von Ares. Cora und Gable tauchen minimal auf – ansonsten sind sie meisten mit Deacon in ihrem Zimmer. Und dass an Erik irgendetwas faul ist, merken sowohl Aiden als auch Alex an. Doch schlussendlich verliert sich das im Sand.

Der Vorfall bei Josies und Seths Hochzeit war mir auch etwas zu schnell. Gut, Josie hat schon davon geträumt, dass sie sterben wird. Und sie hat in einer anderen Situation Enyo, die Geliebte / Schwester von Ares, erwähnt – doch ihr plötzliches Auftauchen am Ende erschien mir fast, als hätte man etwas gebraucht, was Josie umbringt und sich einer weiteren Gottheit bedient.

Puh, das klingt nun zusammengefasst nach ganz schön viel Kritik. All diese Punkte bedeuten allerdings keineswegs, dass ich es nicht genossen hätte, das Buch zu lesen. Denn das habe ich auf jeden Fall!

Meine Bewertung wird dementsprechend nicht ganz so hart ausfallen, wie man es aus der Kritik vielleicht entnehmen könnte. Denn mit dem vierten Band findet sich ein gutes und total annehmbares Ende für diese göttliche Reihe. Ich hoffe sehr, mich bald wieder in eine neue Buchreihe von Jennifer L. Armentrout verlieben zu können.

Lesen, wenn: Ihr wissen wollt, ob Seth und Josie ein glückliches Ende bekommen.

Nicht lesen, wenn: Ihr zum allerersten Mal von dieser Serie hört.

4,1 von 5 Titandolchen

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