Gläserner Sturm von P.C. Cast und Kristin Cast

Hintergrundinfos:

Titel: Gläserner Sturm

Untertitel: Gebieter der Elemente

Autorinnen: P.C. Cast & Kristin Cast

Verlag: HarperCollins

Seiten: 352 Seiten

Erscheinungstermin: 02.05.2019

Klappentext:

Sie wurden erschaffen, um die Elemente zu beherrschen …

Foster ist kein normaler Teenager: Sie besitzt die Gabe, Gedanken zu manipulieren. Und nicht nur das: Als ihre Adoptivmutter durch einen Tornado stirbt, offenbart sich, dass sie das Element Luft nach ihrem Willen beeinflussen kann. Aber nicht nur sie ist dazu imstande, sondern auch Tate, der ihr den letzten Nerv raubt. Beiden wurde ihre Gabe nicht zufällig zuteil, sondern sie wurden bewusst zu Gebietern der Elemente erschaffen. Doch von wem und mit welchem Ziel? Während Foster und Tate sich näherkommen, müssen sie erkennen: Nur gemeinsam können sie ihrem Schöpfer die Stirn bieten.

Meine Meinung:

Wenn auf einem Buch die Namen „P.C. Cast“ und „Kristin Cast“ stehen, dann brauche ich die Inhaltsangabe eigentlich gar nicht zu lesen. Ich weiß, dass dieses Mutter-Tochter-Gespann großartige Schreibarbeit leistet. Das haben sie schon mit den zwölf Büchern der „House of Night“-Serie gezeigt, sowie mit den Einzelprojekten von P.C. Cast wie „Gefährten einer neuen Welt“ oder der „Mythica“-Serie.

Ich muss aber auch sagen, dass ich beim Schreibe dieser Rezension festgestellt habe, dass ich den Klappentext nicht besonders gut finde. Stilistisch finde ich ihn nicht gelungen und auch, wenn der Inhalt im Groben stimmt, gibt es doch einige Sachen, die ich merkwürdig finde. Also war es in dem Fall wohl auch ganz gut, dass ich mich von dem interessanten Cover und den Namen der Autorinnen zum Lesen habe verleiten lassen.

Gleich am Anfang lernt man Foster, eine Hauptprotagonistin kennen. Sie ist mit Cora, ihrer Adoptivmutter, auf einer Art Roadtrip. Der wirkliche Grund dafür ist nicht sofort klar und auch Foster scheint ihr ruhiges Leben mit Cora zu vermissen.

Schließlich führt sie der Roadtrip nach Homer in Missouri. Das ist der Ort, an dem man Tate kennenlernt, den zweiten Hauptprotagonisten.

Ein Tornado sorgt dafür (wie schon der Klappentext verdeutlicht), dass Cora stirbt. Und bei diesem Tornado stellen Tate und Foster fest, dass es ihnen irgendwie gelingt, diesen Tornado zu kontrollieren. Und als wäre das nicht alles schon verrückt genug, tauchen auch noch mysteriöse Leute auf, vor denen Foster eindeutig Angst hat. Also entscheidet sie sich, den Anweisungen ihrer Adoptivmutter zu folgen, schnappt sich Tate und verschwindet von der Bildfläche.

Während die beiden sich auf die Flucht vor den mysteriösen Leuten begeben, erzählt Foster Tate so viel, wie sie von Cora erfahren hat. Doch die Verluste, die Tate und Foster hinnehmen müssen, führt zu Spannungen und gefährlichen Situationen.

Endlich in Sicherheit beginnen sie, mehr und mehr darüber herauszufinden, welche Kräfte sie haben und warum sie diese haben. Schnell wird klar, dass sie im Fokus von mächtigen Menschen stehen. Und, dass sie nicht die einzigen sind, die über die Elemente gebieten können.

Etwas, was ich bei Büchern von P.C. Cast sehr prägnant finde, ist die Einstellung und Ausdrucksweise von Großeltern oder Müttern. In diesem Fall sind es besonders Charlottes Großmutter Myrtie und Cora, die einander sehr diesem „cast´schem Modell einer guten Leitfigur“ gleichen. Zuerst fiel es mir bei Zoes Grandma aus „House of Night“ auf: Es gibt immer diese Protagonistin, die von der Natur beseelt zu sein scheint. Diese Protagonistinnen erscheinen mir fast wie eine Art gute Fee, denn sie unterstützen die Hauptprotagonisten mit ihrem unerschütterlichem Glauben und Liebe.

Cora sorgt auch nach ihrem Tod in einem außergewöhnlichen Maße für Fosters Wohlergehen. Das hilft Foster, etwas besser mit dem Tod von Cora klarzukommen – denn dieser riss ihr schlagartig ihr bisher bekanntes Leben unter den Füßen weg.

Foster zeichnet sich ansonsten durch Impulsivität, Dominanz, Intelligenz und Empathie aus. Sie hat ein klares Gespür dafür, was gut und richtig ist und zögert nicht, diese Einstellung lautstark zu vertreten.

Tate ist dagegen eine Art Ruhepol. Er wird aus einem nahezu perfekten Leben gerissen und tut sich schwer damit, mit dieser neuen Situation umzugehen. Seine Trauer und sein Verlust verdeutlichen seine Menschlichkeit. Doch der Wille, mehr darüber zu erfahren, warum all das passiert ist und seine gute Erziehung leiten ihn dazu, mit Foster zusammenzuarbeiten.

Protagonisten wie Charlotte und Bastian kamen eindeutig noch zu kurz vor. Doch in Anbetracht dessen, um was sich dieses Buch dreht, finde ich das sehr verständlich. Ich bin schon sehr gespannt, mehr über diese beiden und ihre jeweiligen Geschichten zu erfahren.

Ich hoffe auch, dass sich in den nächsten Büchern noch mehr Informationen dazu finden lassen, wie weit die Magie und die Elemente sich manifestieren und was für Folgen die Taten von Dr. Rick haben.

Dr. Rick, Eve, Luke, Mark und Matthew stellen für mich so ein bisschen die dunkle Seite der ganzen Geschichte dar. Ich fand es sehr gut, dass ich immer wieder Einblick in Eves Gefühlsleben bekam. Gerade Luke und Matthew sind für mich noch etwas zu unscharf gezeichnet. Ich erhoffe mich auch an diesen Punkten mehr Informationen im nächsten Buch.

„Gläserner Sturm“ ist der spannende Auftakt der neuen Serie von P.C. Cast und Kristin Cast. Das Buch besticht wie üblich durch ein faszinierendes Verständnis von Magie und ausdrucksstarken Protagonisten. Die Lovestory war für mich nicht vollends verständlich, was aber auch mit den Ausprägungen der Magie zu tun haben könnte.

Lesen, wenn: Ihr Fans der Cast-Familie seid und erleben wollt, wie Magie in der wirklichen Welt aussehen könnte.

Nicht lesen, wenn: Ihr genug von Büchern rund um die Elemente und Magie habt. Und wenn ihr keine Lust dabei habt, zwei junge Protagonisten dabei zu begleiten, wie sie von Antipathie zur Verliebtheit finden.

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