Magic Academy: Das erste Jahr von Rachel E. Carter

Hintergrundinfos:

Titel: Magic Academy

Untertitel: Das erste Jahr

Autorin: Rachel E. Carter

Verlag: cbt

Seiten: 416 Seiten

Erscheinungstermin: 12.03.2018

Klappentext:

Ryiah hat nur ein Ziel vor Augen: die Akademie, Jerars angesehenste Ausbildungsstätte für Magier. Doch der Wettkampf um die begehrten Plätze dort ist brutal. Zumal Ryiah sich gleich am ersten Tag einen mächtigen Feind schafft: Prinz Darren, der keine Gelegenheit auslässt, ihr das Leben zur Hölle zu machen. Erst durch einen Zufallen werden die Rivalen langsam Freunde. Aber kann Ryiah dem Prinzen wirklich trauen?

Meine Meinung:

Es war tatsächlich meine Mutti, die mich auf diese Buchreihe aufmerksam machte. Sie sah den ersten Band und fragte mich, ob das nicht ein Buch für mich wäre. Erst lehnte ich noch ab, aber nur wenige Wochen später lieh ich mir das Buch dann doch aus.

„Magic Academy“ – man könnte die Vermutung haben, dass man es mit einem zweiten Hogwarts oder einer Mythos Academy zu tun bekommt. Aber nur solange, bis man das Buch anfängt.

Ryiah und Alex lernt man gleich am Anfang kennen. Die Beiden sind Zwillinge und gerade auf dem Weg zu der Akademie. Man erfährt schnell, dass die Welt, in der sie leben, einen mittelalterlichen Touch hat: Sie reiten auf Pferden, es gibt Wirtshäuser, Soldaten und Prinzen.

So ziemlich das gesamte Buch spielt in der Akademie. Alex und Ryiah stammen von einer weniger wohlhabenden Familie ab und während ihnen das aus der einen Seite hilft, sich mit Gleichgesinnten anzufreunden, so werden sie doch von den reicheren Anwärtern als minderwertig betrachtet.

Zu diesen reicheren Anwärtern zählt Prinz Darren. Er ist der Zweitgeborene des Königs und zeigt, dass er nicht nur über starke Magie verfügt, sondern diese auch noch einzusetzen weiß. Das ist auch das Problem, was zwischen den ärmeren und reicheren Jugendlichen besteht: Die, die aus einer adeligen Familie kommen, haben oft jahrelang Zeit, mit verschiedenen Lehrern zu trainieren, während die Jugendlichen aus ärmlichen Verhältnissen sich diesen Luxus natürlich nicht leisten können. Das verdeutlicht sich darin, dass die begehrten Plätze in der Akademie von wohlhabenden Jugendlichen eingenommen werden.

In der Akademie gibt es drei verschiedene Magierichtungen, auf die man sich spezialisieren kann. Während der viel umschwärmte Alex sich für die Heilkunde entscheidet, nimmt Ryiah die Ausbildung als Kriegerin in Angriff.

Während Alex aber schon gut mit seiner Magie umgehen kann, hat Ryiah Probleme, einfache Zauber zu wirken und ihre Magie zu kontrollieren. Hinzu kommt das anspruchsvolle Pensum von Theorie und Kampftraining, das an ihren Kräften zehrt.

Schnell haben Ryiah und Alex eine Gruppe von anderen Anwärtern um sich geschart. Gemeinsam lernen sie abends und trainieren miteinander.

Ryiah wird einen gleich von Anfang an als Kämpferin vorgestellt. Sie hat taktisches Geschick, ist einfallsreich und nicht auf den Mund gefallen. Sie ist zäh und versucht so gut wie möglich, die Aufgaben an der Akademie zu meistern. Dabei tritt auch ihr Ehrgeiz deutlich hervor: Sie will ihre Magie und ihre körperlichen Fähigkeiten steigern, um sich so einen der begehrten Ausbildungsplätze zu sichern.

Alex dagegen wirkt ruhiger, gelassener und hat mehr Humor. Sein gutes Aussehen und sein Charme bringen fast alle Mädchen dazu, für ihn zu schwärmen. Dass er zudem auch noch gut in der Heilkunde ist, tut sein übriges.

Alex und Ryiah freunden sich schnell mit Ella an, die aus einer adeligen Familie kommt. Sie hat sich – wie auch Ryiah – für die Ausbildung zur Kriegerin entschieden und hilft ihren Freunden, wo sie nur kann. Ihre Vergangenheit, die auch am Hof und damit bei Prinz Darren liegt, ist ein Geheimnis, das Ryiah mehr als nur einmal ergründen will.

Prinz Darren sieht nicht nur gut aus, sondern er hat auch Talent. Schnell scharrt er eine Gruppe von Bewunderern und Anhängern um sich. Doch öfter, als ihm anscheinend lieb ist, trifft er auf Ryiah. Während sie sein verschlossenes Wesen zu ergründen versucht, scheint Ryiah es ihm irgendwie angetan zu haben. Doch die ganze Situation ist viel schwieriger, als man zuvor gedacht hat.

Die Welt, die Rachel E. Carter erschaffen hat, konnte ich nur zur Hälfte ergründen. Da sich fast das gesamte Geschehen in der Akademie abspielt und man nur wenig über die Außenwelt erfährt, kann ich noch schwer einschätzen, wie gut alles zusammenpasst. Ich hoffe, dass ich im nächsten Band ein wenig mehr über das Königreich, die politische Lage und die Stellung von den Magiern erfahren kann!

Der Schreibstil der Autorin kam mir zwar an einigen Stellen etwas zu leicht und zu einfach vor, aber trotzdem hatte ich Spaß, die Geschichte zu lesen. Ryiahs aufbrausendes Wesen und die Torturen, die sie an der Akademie erleiden muss, führten mich schnell durch die Geschichte.

„Magic Academy – Das erste Jahr“ ist daher ein guter Auftakt einer Reihe. Noch gibt es viele Geheimnisse, die ich ergründen will und viele offene Fragen, die hoffentlich in den nächsten Bänden geklärt werden.

Lesen, wenn: Ihr Geschichten mögt, bei denen Magie eher zum Kampf eingesetzt wird. Und wenn ihr mal wieder Lust auf eine Magieschule habt.

Nicht lesen, wenn: Ihr einen herausragenden Schreibstil erwartet oder ihr Magieschulen nichts mehr abgewinnen könnt, solange sie nicht „Hogwarts“ heißen.

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