Magic Academy: Die Prüfung von Rachel E. Carter

Hintergrundinfos:

Titel: Magic Academy

Untertitel: Die Prüfung

Autorin: Rachel E. Carter

Verlag: cbt

Seiten: 496 Seiten

Erscheinungstermin: 14.05.2018

Klappentext:

Traue niemals einem Prinzen …

Die Aufnahme an die Akademie ist geschafft: Die 16-jährige Ryiah darf die Ausbildung zur Kriegsmagierin antreten! Aber auch jetzt bekommt sie nichts geschenkt, denn Rys Ausbilder macht ihr das Leben zur Hölle, ihre Widersacherin Priscilla intrigiert gegen sie und Prinz Darren ist abwechselnd ihr größter Rivale und engster Vertrauter. Doch als die Landesgrenzen von Jerar bedroht sind, stehen sie alle auf einer Seite …

Meine Meinung:

Es ist nun zwar schon etwas länger her, dass ich den ersten Teil gelesen habe, aber ich kam trotzdem ganz gut in die Geschichte wieder rein. Das mag auch daran liegen, dass ich die zusätzliche Geschichte um Prinz Darren in der Zwischenzeit gelesen habe – etwas, was mir sehr geholfen hat, ihn und seine Beweggründe zu verstehen. Nun aber zurück zu dem eigentlichen Buch.

Ryiah hat es in die Akademie geschafft. Ich wünschte mir nach dem ersten Teil, mehr von Jerar zu erfahren. Und genauso kam es – endlich spielte die Geschichte nicht mehr nur an der Akademie, sondern an verschiedenen Stationen.

Ryiah reist mit den anderen Magiern umher und lernt das Leben als Kriegsmagierin kennen, für das sie sich entschieden hat. Mit dabei natürlich Ella, Alex, Darren, Eve und Priscilla. Doch an ihren verschiedenen Ausbildungsorten trifft Ryiah auch wieder auf Ian, den sie schon in der Akademie kennenlernte.

Während Ryiah auf einmal zwei gutaussehende Magier hat, die sich um sie sorgen, bekommt sie es erneut mit strengen Lehrern zu tun.

Die Dynamik des Buches ist anders als das erste. Im ersten Band musste man mitfiebern, ob Ryiah es überhaupt in die Akademie schafft. Nun, da sie drin ist, muss sie keine Angst haben, dass sie ausgeschlossen werden könnte. So hat sie mehr Zeit, sich um sich und ihre Gefühle zu kümmern. Zudem ist man nicht mehr in diesem gesicherten Vogelkäfig, sondern bekommt mit, in was für einer Welt Ryiah wirklich lebt. Warum Kriegsmagier überhaupt gebraucht werden und was es sonst noch für Länder gibt.

Ryiah zeigt deutlich, dass sie im Verlauf der Geschichte an Kontrolle über ihre Magie gewinnt. Sie fängt an, sich für die Politik zu interessieren, behält noch immer ihren Mut und ihre Loyalität gegenüber derer, die sie liebt.

Darren bleibt dem ersten Band treu – man weiß nie so recht, ob man sich auf ihn verlassen sollte. Erst scheint er für Ryiah nur ein Freund zu sein, was seine Verlobte Priscilla kaum ertragen kann. Denn auch ihr bleibt nicht verborgen, dass es zwischen Ryiah und Darren noch immer knistert.

Mehrere Missionen bringen Ryiah und Darren wieder näher zusammen. Doch immer wieder taucht auch Ian auf – und Ryiah muss sich mehr als einmal entscheiden, wem sie ihr Herz schenken will.

Ian ist so ziemlich all das, was Darren nicht ist: Immer für Ryiah da, stets nett und freundlich und er kommt gut bei Ryiahs Bruder Alex an. Ob Ryiah das allerdings reicht, muss sie erst noch für sich herausfinden.

Die Spannung baut sich im Buch dahin auf, dass es wieder einen aufregenden Höhepunkt gibt, der eine gute Überleitung für das nächste Buch darstellt.

Durch die Ortswechsel lernt man auch immer wieder neue Protagonisten kennen, aber tatsächlich liegt das Hauptaugenmerk auf jenen, die schon im ersten Buch aufgetaucht sind.

Jetzt komme ich zu einem Punkt, der mich gestört hat: Auf diesen knapp 500 Seiten gibt es einen Zeitverlauf von vier Jahren. Das heißt, wir begleiten Ryiah und ihre Freunde praktisch durch alle Ausbildungsjahre.

Das Problem ist für mich, dass mir das erst gar nicht so bewusst war. Doch dann stolperte ich über Formulierungen, dass etwas nun schon zwei oder drei Jahre zurücklag, obwohl es für mich gerade einmal vor 100 Seiten passiert war.

Die Autorin springt praktisch immer von Ereignis zu Ereignis – von einem Jahr zum nächsten. So ist natürlich gewährleistet, dass es nicht langweilig wird, aber nur diese einzelnen Aspekte machen für mich kein ganzes Ausbildungsjahr aus. Vor allen nicht, wenn ich bedenke, dass dem ersten Jahr ein ganzes Buch gewidmet wurde.

Diesen Punkt fand ich wirklich anstrengend und ich hätte mir an der einen oder anderen Stelle gewünscht, mehr von der jeweiligen Ausbildungsstation zu lesen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass das zweite Buch mir nicht ganz so gut gefallen hat wie das erste. Das liegt aber hauptsächlich an diesen enormen Zeitsprüngen. Ansonsten ist wieder mit viel Spannung und tollen Magie-Duellen zu rechnen. Und mehr denn je steht Ryiahs Gefühlsleben im Vordergrund.

Lesen, wenn: Ihr herausfinden wollt, ob Ryiah und Darren einander doch mehr bedeuten, als man es nach dem Ende des ersten Buches vermuten konnte.

Nicht lesen, wenn: Euch der erste Band nicht überzeugen konnte – der Zweite wird das dann auch nicht können.

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