Sternenfinsternis – Das Herz der Quelle von Alana Falk

Hintergrundinfos:

Titel: Sternenfinsternis

Untertitel: Das Herz der Quelle

Autorin: Alana Falk

Verlag: Arena Verlag

Seiten: 440 Seiten

Erscheinungstermin: 02.03.2018

Klappentext:

Die Macht der Magie – Nur mit dir kann ich sie beherrschen

Als mächtigste Magierin der Gemeinschaft kann Adara niemandem trauen, schon gar nicht ihrer eigenen Quelle, dem undurchschaubaren Seth. Dabei ist er ihr einziger Verbündeter im Kampf gegen die Machenschaften des Rates. Immer wieder zwingt der Rat sie, grausame Aufträge auszuführen. Aber Adara und Seth haben keine Wahl, denn niemand darf auch nur vermuten, dass sie eigentlich nur eines wollen: die Schreckensherrschaft des Rates beenden. Doch je mehr sie füreinander empfinden und je näher Adara Seth kommt, desto mehr erfährt sie über ihn und seine Vergangenheit. Und plötzlich muss sie sich fragen, ob ihre Ziele wirklich auch seine sind.

Meine Meinung:

Obwohl nun schon etwas Zeit vergangen ist, seitdem ich den ersten Band dieses Zweiteilers gelesen habe, so hatte ich doch keine Schwierigkeiten, mich wieder in das Geschehen einzufinden. Doch die Situation, in der ich mich wiederfand, war nicht so ganz das, was ich nach dem Ende des ersten Bandes erwartet hatte.

Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler zum ersten Band!

Nachdem Adara / Liliana sich entschied, mit Seth zusammenzuarbeiten, ging ich davon aus, dass das zweite Buch sich direkt damit auseinandersetzen würde, wie sie gegen den Rat arbeiten. Doch stattdessen fand ich Seth und Liliana vor, die gemeinsam eine ganze Stadt auf Befehl des Rates erpressten. Denn den Umsturz, den die beiden herbeisehnen, soll nach einem ganz bestimmten Plan von Seth ablaufen. Einem Plan, den er Adara immer nur teilweise offen legt.

Was mir gut gefallen hat, ist die wechselnde Sichtweise. Mal gab es ein Kapitel über Adara, mal über Seth. Das fand ich wichtig, weil ich Seth total schwer einschätzen konnte und mir nach dem ersten Buch nicht sicher war, ob man ihm trauen kann. Und auch, nachdem ich diese Serie nun beendet habe, bin ich mir nicht sicher, ob Seth ein Protagonist ist, den ich mag. Denn einige der Entscheidungen, die er gefällt hat, haben meiner Meinung nach ein zu großes Opfer gefordert. Sicher, es gibt diese Geschehnisse in seiner Vergangenheit – doch reicht das wirklich aus, um damit alles zu rechtfertigen?

Während Seths Plan – mit einigen Umwegen – voranschreitet, muss Adara immer wieder Opfer bringen und sich immer wieder für Seth entscheiden. Die ungestüme, wilde und starke Magierin, die ich im ersten Teil kennengelernt habe, scheint etwas von ihrer Selbstbestimmtheit abzugeben, manchmal erschien sie mir nur noch wie ein Schatten ihrer Selbst. Ob das beabsichtigt war oder nicht kann ich nicht genau einordnen.

Sicher, es gibt ausreichend Momente, da kann ich verstehen, warum Adara so handelt, wie sie handelt. In diesen bewundere ich wieder ihre Stärke, ihren Willen und ihre Macht. Doch es gibt auch genug Momente, an denen sie sich zurücknimmt, die Gräueltaten von Seth akzeptiert und versucht, eine sinnvolle Erklärung für sein Verhalten zu bekommen. Da ist durchaus rational und eigentlich ein guter Weg – doch meiner Meinung nach keiner, den die Adara aus dem ersten Teil eingeschlagen hätte.

Seths Entwicklung war da schon etwas spannender. Seine Zweifel, seine Taten, seine Gedanken gegenüber Adara waren für mich klar formuliert, sodass ich das gut nachvollziehen konnte.

Die Geschichte, die in diesem zweiten Buch erzählt wird, ist eine sehr rasante. Es geht darum, den Rat zu stürzen. Doch dieser hat natürlich eigene, grausame Pläne, von denen man erst sehr spät erfährt. Der Aufbau dieser Geschichte hat mir gut gefallen – schon früh gab es Hinwiese und Handlungen, die am Ende schließlich zusammenliefen und so ein schlüssiges Bild abgaben.

Es geht oft sehr actionreich zu: Es gibt Vulkanausbrüche, heilige Riten, geheimnisvolle Neuerungen durch den Rat und Anschläge. Uralte Geschichten kommen ans Tageslicht und man lernt einige neue Charaktere kennen.

Doch obwohl, oder eher gerade weil die Geschichte so rasant und actionreich war, war es mir manchmal zu viel. Es passierte zu viel, zu schnell und es fühlte sich ab und an wie ein Aneinanderreihen von starken Szenen an. Manchmal hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin eine Szene mehr wirken lässt, ihr mehr Raum gibt, sich zu entfalten. Und obwohl es so viele verschiedenen Orte und Geschehnisse gab, so waren diese doch alle irgendwie notwendig, um am Ende dort zu sein, wo man sein musste.

Die Szenen, die Magie, die gewirkt wurde hat mich wieder sehr beeindruckt. Die Autorin beschreibt alles sehr klar und erschafft eine beeindruckende Welt.

Die schon zuvor angesprochenen Nebencharaktere konnte mich wieder nicht so wirklich von mich überzeugen. Mir war dieser Punkt schon beim ersten Buch aufgefallen: Ich hatte das Gefühl, dass einige Nebencharaktere eher platt, eindimensional wirkten und ich zu wenig über sie und ihre Geschichte erfahren habe. Und genau dieser Punkt setzte sich nun im zweiten Buch fort. Das fand ich wirklich schade, denn ich hatte gehofft, dass diese Charaktere etwas mehr Plastizität erfahren.

Abschließend kann ich sagen, dass der Magie-Zweiteiler von Alana Falk eine fesselnde und spannende Reise durch die Welt von Adara war. Es gibt großartige Magie-Szenen, actionreiche Handlungen und man kann deutlich eine Entwicklung von Adara ausmachen.

Allerdings hätte ich mir etwas mehr Ausführlichkeit bei einigen Szenen gewünscht und auch, dass die Nebencharaktere die Geschichte mehr stützen und tragen.

Lesen, wenn: Ihr den ersten Band gelesen habt und endlich wissen wollt, ob Seth und Adara mit ihrem Vorhaben Erfolg haben.

Nicht lesen, wenn: Euch der erste Band nicht gefallen hat.

3,6 von 5 Sternen

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