The Belles: Schönheit regiert von Dhonielle Clayton

Hintergrundinfos:

Titel: The Belles

Untertitel: Schönheit regiert

Autorin: Dhonielle Clayton

Verlag: Planet!

Seiten: 512 Seiten

Erscheinungstermin: 11.02.2019

Klappentext:

Glitzernd, glanzvoll, grausam

Die Welt von Orléans wird von Hässlichkeit bestimmt, und nur die Belles können den Menschen Schönheit verleihen. Camelia ist eine Belle – schön, begehrt, mit magischen Fähigkeiten. Am Königshof will sie allen zeigen, dass sie die Beste ist. Doch hinter den schillernden Palastmauern lauern dunkle Geheimnisse. Camelia erkennt, dass ihre Fähigkeiten viel stärker und gefährlicher sind, als sie es je für möglich gehalten hätte. Sie sind eine Waffe, die sich andere zunutze machen wollen. Daher muss sie sich entscheiden: Leben riskieren, um ihre Welt für immer zu verändern? Das Schicksal der Belles und von Orléans liegt mit einem Mal in ihren Händen …

Meine Meinung:

Ich habe das Buch auf einem Ausflug zum ersten Mal gesehen: Ich war mit meiner Schwester in Berlin, um einen entspannten Nachmittag zu verbringen und stöberte dabei im Thalia in meiner Lieblingsabteilung. Das schöne Cover hat mich sofort angesprochen – doch das Buch ist mir leider nicht im Gedächtnis geblieben.

Dann kam die Leipziger Buchmesse und auf einmal liefen überall Menschen mit großen Tragetüten von „The Belles“ umher. Das war für mich wie ein Wink mit dem Zaunpfahl und ich erinnerte mich wieder an diese Geschichte.

Camelia, die Hauptprotagonistin der Geschichte, gehört zu den Belles: Menschen, die über die Macht verfügen, andere Menschen zu beeinflussen: Sie können ihren Körper verändern, sogar ihr Gemüt beeinflussen.

Jahrelang werden die Belles trainiert, bis schließlich der Tag kommt, an dem sie in die Hauptstadt gebracht werden. Dort werden sie dem Königspaar präsentiert, welches sich für eine Belle entscheidet, die sich fortan um die königlichen Angelegenheiten hinsichtlich der Schönheit kümmern soll. Denn alle anderen Menschen sind auf die Macht der Belles angewiesen, um Schönheit zu erlangen.

Camelia hat ihr Leben lang auf dieses eine Ziel hingearbeitet: Sie will die Favoritin des Königshauses werden. Doch neben ihr buhlen fünf andere Belles um diesen Platz – Camelias Schwestern, mit denen sie ihr ganzes Leben verbracht hat.

Während die Geschichte ihren Lauf nimmt, wird deutlich, dass die Belles nicht nur dazu da sind, die graue Haut der normalen Menschen verschwinden zu lassen. Immer mehr werden die sechs Belles in dunkle Machenschaften verwickelt – ein unsichtbares Netz aus Intrigen spannt sich um sie alle.

Die Favoritin des Königshauses hat in dieser Generation eine besonders wichtige Aufgabe: Die Zweitgeborene des Königspaares, Sophia, wird volljährig und soll zur Regentin erklärt werden. Es ist an der Favoritin, der Prinzessin alle Wünsche zu erfüllen – dafür sorgt nicht nur die Prinzessin selbst, sondern auch die Angestellten rund um Madame Du Barry, ihrer Tochter und der Schönheitsministerin.

Camelia wird einem von Anfang als starke Protagonistin präsentiert. Sie hat nur einen Wunsch: Sie will die Favoritin werden, genauso, wie es ihre Maman war.

Doch als sie schließlich von ihren Schwestern getrennt wird, zeigt sie neue, verletzlichere Seiten: Die Liebe zu ihren Schwestern wird deutlich, so wie die Angst, zu versagen. Immer wieder wagt Camelia einen Blick über den Tellerrand und enthüllt damit gefährliche Geheimnisse.

Andere Protagonisten konnten mich leider nicht so gut überzeugen: Sowohl ihr Wachmann Rémy als auch ihre beste Freundin Ambra sind sehr wankelmütig in ihren Charakteren – man kann sich oft nur schlecht auf sie einstellen und ich bekam nur langsam ein Gefühl für die Beiden.

Das Setting dieser Welt hat mir gut gefallen. Immer wieder fiel der Einfluss der französischen Sprache auf – er macht sich ja sogar schon im Titel bemerkbar. Ein gut eingesetztes Stilmittel, denn zumindest ich verbinde mit der französischen Sprache Schönheit, große Modehäuser und Eleganz. Das setzt auch den Rahmen der Welt: Es geht um Schönheit, in einem beinahe erschreckendem Ausmaße.

Die Belles haben mich immer wieder an Geishas erinnert: Mädchen, die im Verborgenen ausgebildet werden, um der Gesellschaft zu dienen und die normalen Menschen zu erfreuen. Der Göttin der Schönheit sei Dank zeigt Camelia immer wieder, dass sie kein naives, einfaches Mädchen ist, das alles tut, was man ihr sagt. Auch, wenn ihre Naivität an einigen Stellen stark auftritt.

Ich konnte „The Belles“ einfach nicht aus der Hand legen. Der Schreibstil war leicht und flüssig und passte damit sehr gut zu der ganzen Welt der Belles. Auch, wenn die Geschichte mich ab und an die „Royals“-Serie, die „Das Juwel“-Serie oder die „Selection“-Reihe erinnerte, so verstand die Autorin es doch, eine interessante neue Mischung aus verschiedenen Ansätzen zu erschaffen. Ich hoffe, dass der zweite Band nicht allzu lange auf sich warten lässt!

Lesen, wenn: Ihr Geschichten mögt, die an einem königlichen Hof spielen, bei dem es nur so vor Intrigen und Geheimnissen wimmelt. Für alle Fans der „Das Juwel“- Serie und der „Royals“-Reihe!

Nicht lesen, wenn: Ihr nicht lesen wollt, wie exzessiv das Streben nach Schönheit werden kann und zu welchen Maßnahmen dieser Wunsch Menschen verleiten kann.

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