Verliere mich. Nicht. von Laura Kneidl

Hintergrundinfos:

Titel: Verliere mich. Nicht.

Untertitel: Berühre mich nicht – Reihe

Autorin: Laura Kneidl

Verlag: Lyx

Seiten: 480 Seiten

Erscheinungstermin: 26.01.2018

Klappentext:

Mit Luca war Sage glücklicher als je zuvor in ihrem Leben. Er hat ihr gezeigt, was es bedeutet, zu vertrauen. Zu leben. Und zu lieben. Doch dann hat Sage´ dunkle Vergangenheit sie eingeholt – und ihr Glück zerstört. Sage kann Luca nicht vergessen, auch wenn sie es noch so sehr versucht. Jeder Tag, den sie ohne ihn verbringt, fühlt sich an, als würde ein Teil ihrer selbst fehlen. Aber dann taucht Luca plötzlich vor ihrer Tür auf und bittet sie, zurückzukommen. Doch wie soll es für die beiden eine zweite Chance geben, wenn so viel zwischen ihnen steht?

Meine Meinung:

Ich war wirklich unheimlich froh, dass der zweite Band der „Berühre mich nicht“- Reihe schon auf mich wartete! Ich meine – habt ihr das Ende vom ersten Band gelesen? Sehr uncool!

Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler zum ersten Band!

Der erste Band der Reihe hatte mich auf irgendeine Weise sehr stark berührt. Er hat mich irgendwie extrem gecatcht und ich kann gar nicht so genau sagen, warum eigentlich.

So war ich sehr gespannt auf den zweiten – den schließlich gab es ein sehr unschönes Ende:

Sage und Luca haben sich getrennt. Aber nicht, weil irgendwer irgendwen betrogen hat oder so – sondern, weil Alan, Sages perverser Stiefvater, ihr geschrieben hatte, dass er genau wisse, wo Sage und Luca sich aufhalten würden. Und das, obwohl Sage doch alles gegeben hatte, damit Alan aus ihrem Leben verschwindet und sie ihn nie wieder sehen muss.

Sage reagierte mittels einer Kurzschlusshandlung. Sie trennte sich abrupt von Luca und lief weg, aus Angst, Alan könnte zu ihnen kommen und alles zerstören. Zuflucht suchte sie in einem abgelegenen Motel und verkroch sich vor der Welt.

Alles schien den Berg hinabzugehen: Sie hatte das Glück, welches sie mit Luca und April gemeinsam empfunden hatte einfach weggeworfen. Damit war sie auch ihren Schlafplatz los, zudem die Unbeschwertheit und Zufriedenheit, die sie dank Luca und April geniessen konnte.

In der nächsten Zeit quälen Sage nicht nur Geldsorgen, sondern auch Gefühle von Zerrissenheit, Trauer, Schmerz und Angst. Mehr denn je wird sie sich den Einfluss, den Alan noch immer auf ihr Leben hat, bewusst.

Sage zeigt wieder ein ganzes Spektrum an Gefühlen und Gedanken: Gerade auf den ersten Seiten erlebt man sie wieder als seelisches Wrack. Es ist fast bewundernswert, dass sie es trotzdem schafft, aufzustehen und sich um ihre Angelegenheiten zu kümmern. Und das, obwohl es das Schicksal mehr als einmal nicht gut mir ihr meint.

Doch mit der Zeit gewinnt sie wieder zur alten Stärke zurück. Und das ist es, was mich am meisten beeindruckt hat.

Luca bleibt sich selbst sehr treu. Obwohl Sage ihn einfach hat sitzen lassen, kann er es doch nicht mitansehen, in welchen Umständen sie sich befindet. Er stellt seine Gefühle hintenan und bietet ihr Schutz und Raum.

Schön mitanzusehen war auch bei ihm, wie sehr er sich entwickelt und welche Seiten er offenbart. Da zudem einige Aspekte aus seinem Leben genauer thematisiert wurden, bekam man einen noch besseren Einblick in seinen Charakter.

Sowohl April, als auch Connor und Aaron spielten nun eine etwas größere Rolle. Sage hat mit all diesen Leuten ein wichtiges soziales Netz um sich gespannt und es war gut, mehr über diese einzelnen Protagonisten zu erfahren und sie kennenzulernen. Besonders bei Connor hat mir diese Entwicklung gut gefallen.

Gerade, als man dachte, dass sich Sages Leben so einigermaßen wieder gefangen hat, passieren ihr merkwürdige Dinge. Ich denke, es ist fast klar, auf welchen Höhepunkt diese Geschichte hinsteuert – ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und habe extrem mitgefiebert!

Da ich nicht zu viel verraten will, komme ich nun auch schon zum Ende. Die „Berühre mich nicht“-Reihe von Laura Kneidl hat mir wirklich gut gefallen. Die Geschichte war flüssig, die Hauptprotagonisten gut ausgearbeitet und sehr klar umrissen in ihren Handlungen. Ich bin froh, dass ich Laura Kneidl nach meinem Abbruch von „Die Krone der Dunkelheit“ noch eine Chance gegeben habe – es hat sich gelohnt.

Lesen, wenn: Ihr auf jeden Fall herausfinden müsst, ob es für Luca und Sage noch ein Happy End geben kann!

Nicht lesen, wenn: Ihr von dieser schönen Liebesgeschichte noch nie etwas gehört habt.

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen