Warcross: Neue Regeln, neues Spiel von Marie Lu

Hintergrundinfos:

Titel: Warcross

Untertitel: Neue Regeln, neues Spiel

Autorin: Marie Lu

Verlag: Loewe

Seiten: 400 Seiten

Erscheinungstermin: 11.02.2019

Klappentext:

Ein schmerzhafter Verrat. Ein zerbrechliches Bündnis. Ein riskantes Finale.

Emikas Herz ist gebrochen. Hideo Tanaka, der geniale Erfinder von WARCROSS und ihre große Liebe, hat sie benutzt, um seinen Plan zu verwirklichen: Den Willen aller WARCROSS-User zu kontrollieren. Waren seine Gefühle für Emika überhaupt echt?

Um gegen Hideo vorzugehen, muss Emika sich Zero anschließen, dem skrupellosen Hacker, der die Meisterschaft sabotiert hat. Doch Zero und seine Verbündeten verfolgen eigene Pläne. Wem kann Emika trauen? Und wie weit wird sie gehen, um den Mann, den sie liebt, aufzuhalten?

Meine Meinung:

Der zweite Band von „Warcross“ ließ zum Glück nicht allzu lange auf sich warten. Auch, wenn mich der erste Band dieses Zweiteilers nicht so sehr überzeugen konnte, wie die restlichen Bücher von Marie Lu, wollte ich doch wissen, wie es mit Emika und Hideo weitergeht.

Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler zum ersten Band!

Ich kam so mittelprächtig in die Geschichte wieder rein. Zum Glück gab es ab und an ein Hinweis auf die Geschehnisse im ersten Band und so waren mir die „Phoenix Riders“, der „NeuroLink“ und auch „Zero“ schnell wieder ein Begriff.

Wenn ich das richtig gesehen habe, dann setzt das Buch fast nahtlos an die Geschehnisse vom ersten Band an: Das WARCROSS-Spiel ist vorüber und Hideo hat mit seiner Technologie die meisten WARCROSS-Spieler unter seine Kontrolle gebracht.

Das hat zur Folge, dass sich viele Straftäter und Kleinkriminelle nun freiwillig der Polizei stellen. Doch es gibt auch einige Selbstmorde und die Rate der Verbrechen ist zurückgegangen. So weit eigentlich auch so gut.

Nur Emika, die Phoenix Riders und all jene, die nur Beta-Linsen tragen, sind von Hideos Kontrolle befreit. Gemeinsam mit ihrem Team plant Emika Hideo aufzuhalten. Und diesen Plan scheint noch jemand zu verfolgen: Sasuke Tanaka.

Sasuke, den man im ersten Band als Zero kennenlernte, ist der verschwundene Bruder von Hideo. Seine Motive sind ziemlich unklar, doch er scheint gewillt, alles zu tun, um seinen Bruder aufzuhalten. Dafür will er unbedingt Emika in seinem Team haben.

Emika hat das Vergnügen sein Team kennenzulernen: Jax, eine Auftragskillerin und Dr. Taylor, eine Wissenschaftlerin, die Zero beistehen und gemeinsam mit ihm innerhalb der Organisation „Blackcoats“ agieren, um Hideo aufzuhalten.

Emika traut diesem Gespann allerdings nicht vollends und beginnt, auf einem sehr schmalen Grad zu wandeln: Während sie vorgibt, Zero zu unterstützen, versucht sie alles, über seine Vergangenheit und sein Verschwinden herauszufinden. Die Phoenix Riders rund um Hammie und Asher unterstützen sie dabei tatkräftig und auch Mitglieder der Demon Brigade sind zur Stelle.

Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr erfährt man nicht nur über Zeros Pläne, sondern erfährt endlich auch mehr von Hideo und seine Intentionen. Den Balanceakt, den Emika vollzieht, wird mit jedem Kapitel schwieriger und schwieriger. Sie scheut keine Risiken und setzt alles auf eine Karte.

Die Geschichte steigert sich bis zu einem actionreichen Höhepunkt, der einiges an Vorstellungskraft erfordert und WARCROSS noch einmal in all seinen Facetten darstellt.

Während der Geschichte sieht man deutlich, wie sehr Emika sich verändert hat: Von der einstigen Kopfgeldjägerin, die zur Architektin und Spionen bei den Phoenix Riders wurde, ist es nun an ihr, die Welt vor der Gedankenkontrolle zu schützen. Dabei geht sie ungewohnte Bündnisse ein und stellt mehr als einmal fest, wie viel sie nun zu verlieren hat.

Die anderen Protagonisten spielen zwar auch eine wichtige Rolle, doch niemand von ihnen steht so sehr im Vordergrund, wie Emika. Vor allen Dingen die neuen Protagonisten wie Jax und Dr. Taylor wirken eher etwas blass gegen Emika und konnten mich nicht vollends von sich überzeugen.

Ich hatte trotzdem großen Spaß, „Warcross – Neue Regeln, neues Spiel“ zu lesen. Die Geschichte ist rasant und sehr dynamisch und man fiebert mit Emika unglaublich doll mit. Das Setting und die WARCROSS-Welten hat Marie Lu erneut mit einer Präzision und Klarheit erschaffen, die es einem leicht machen, in die Geschichte einzutauchen. Auch der Plot und einzelnen Lösungen waren beeindruckend und zumindest für mich so nicht vorhersehbar.

Das Ende allerdings wirkt im Vergleich zu dem restlichen Buch fast etwas leicht. Natürlich kann es daran liegen, dass die Spannung bis auf den Höhepunkt gezogen wurde und danach einfach die Luft raus ist. Ich kann auch gar nicht so genau sagen, was ich mir stattdessen gewünscht hätte. Mir bleibt nur der Gedanke, dass das eigentlich noch nicht alles sein kann.

Lesen, wenn: Euch der erste Band der „Warcross“-Serie gefallen hat und ihr noch weiter in die Materie rund um E-Sports und wissenschaftlichen Möglichkeiten eintauchen wollt

Nicht lesen, wenn: Ihr weder etwas von dem ersten Buch gehört habt, noch wisst, was E-Sports eigentlich sind. Dann solltet ihr euch aber auf jeden Fall schleunigst darüber informieren.

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